So, nachdem ich jetzt mal Zeit und Muse habe schreib ich für alle interessierten mal mein kleines Fazit.
Rein sachlich gesehen hätte man sicherlich organisatorisch einiges besser machen können. IM Forum der Lost Ideas Orga toben die Kritiken, aber eigentlich alles noch im Rahmen des Erträglichen. Gut gefallen hats scheinbar fast allen und ich hoffe die Kritik wird von der ORga gut aufgenommen und bis zum nächsten mal irgendwie zu nutzen sein.
Zu den Rahmenbedingungen:
Das Gelände an sich war einfach schon nur Geil! Lohnte sich schon fast deshalb hinzutuckern (immerhin waren wir über 5 Stunden unterwegs) EIn echt großes Gebiet einer aleten Kasernen Anlage das frei begehbar war und soviel schöne Ecken für tolle Situationen bot. GRoße Wohnhäuser (Blockbauten), ein Kindergarten mit Turnhalle und etliche kleinere Verwaltungsgebäude und Häuser machten die Szenerie einem Zombie CON mehr als würdig!
Das Wetter bewegte sich in erträglichen Schwankungen von Regen bis Sonnenschein. Wie immer halt

Spieler wie auch NSCs waren echt toll gekleidet und ein paar Kuriositäten gab es auch zu sehen.
PLOT gabs anfangs nicht viel (was ich geil fand) aber später wurde versucht das ganze noch ins Rollen zu bringen, was ich nicht mehr ganz miterlebte

Doch jetzt mal zu meinem ganz Subjektiven Spielerlebnis (denn das ist es was hinterher zählt):
ICh war mit einem Kumpel zusammen unterwegs und wir versuchten uns nicht übermäßig berüstet alleine durchzuschlagen. Ausschließlich mit Nahkampfwaffen bestückt schlichen wir uns also ins IT Gelände auf dem das Spiel seit einer halben Stunde oder so begonnen hatte. Und es ging gleich zur Sache. Testweise erledigten wir den ein oder anderen Zombie um zu sehen wie wir uns bewährten. Schien zu klappen. Einen weiteren Reisenden gabelten wir auf undbegleiteten ihn ein Stück seines Weges auf der Suche nach seinen Leuten. Die vermutete er in der Nahe des Militärs. Ein Gebäudekomplex war besetzt von Truppen und mehr oder minder abgesichert. Wirt brachten ihn dorthin, entschieden uns aber gegen den vermeintlich sicheren Bau, denn wir hatten uns ja vorgenommen in Bewegung zu bleiben. So trieben wir uns stundenlang auf dem Gelände herum und erlebte die ein oder andere skurrile Situation. Wie die Gruppe überlebender die ihre halb Zombie-Freundin gegen ein Team Wissenschaftler verteidigte die eine PRobe von ihr wollten. Oder als wir drei Zombies erschlugen, drei weitere aus den Büschen kamen und in dem Moment als wir eben diese auch erledigen wollten ein vierter Zombie mit einer Dynamitstange (Böller oder so) um die Ecke kam. Als er so die Zündschnur betrachtete sahen wir uns an und nach einem überraschten "Was ist denn mit dem?" "Weg hier!" rannten wir so schnell wir konnten davon. (Was zum gelächter der NSCs führte die wir bereits zu Boden gebracht hatten. Alles in allem sehr geile Sachen passiert.
Als es dunkel wurde trafen wir auf ein abgelegenes LAger in einem der Blockhäuser, das ruhig und sicher schien. Entgegen unserer Taktik entschieden wir uns auf eine Zigarette reinzugehen und kurz zu verschnaufen. WIr versuchten es mit Schlaf, doch daran war nicht zu denken. Draussen tobte die Zombie Apokalypse und man hörte vom Entfernten Lager in der Turnhalle den anhaltenden Kampfeslärm der Anstürmenden Zombiehorden. Echt gruselig.
Dann schlugen wir uns mit ein paar Jungs zur Bar durch, die vor kurzem komplett überrannt wurde. Sicher auf einem großen Umweg dort angekommen tranken wir ein Bier als uns jemand fragte wo dieses "Safe House" wäre. Also ging der Weg zurück, mit 3 weiteren Leuten im Gepäck und mir und meinem Kumpel als Führer. SCheisse war das dunkel dort. Und Taschenlampen benutzte man wirklich nur im NOtfall, denn wenn ich sehe, werde ich gesehen. Nach drei gescheiterten Versuchen (wie gesagt, das Gelände war groß) fanden wir das Haus und nach einigen Diskussionen wurden wir auch hereingelassen. Kaum drinnen, wurde uns bereits klar das wir hier nicht länger sicher sein würden. Es wurde unruhiger in der Gegend. Immer öfter rannten Spielergruppen in der Nähe herum und die Schreie der Zombies näherten sich.
Lange Rede kurzer Sinn, es lief darauf hinaus das erst 5, dann 10 und dann etliche mehr die Barrikaden der Haustür versuchten einzudrücken. Im ersten Stock waren viele Leute, wir einen Stock darüber. Einziger Ausgang die verbarrikadierte Haustür oder der nicht gesicherte Keller. Also blieb uns nichts anderes als ins Stress zu verfallen und drauf zu hoffen das die Knarren einen Stock tiefer genug Treffer verteilen würden.
Ein einziges Drama begann, das ich euch ersparen möchte und somit zum persönlichen Höhepunkt kommen will:
Bis zum ersten Stock war der MOB bereits gedrängt als aus dem Innern der Wohnung im ersten Stock Schreie ertönten. Ein Zombie schien es wohl geschafft zu haben durch eines der Fenster zu klettern/springen. Panik brach unter uns aus und im sekundentakt starben sie wie die Fliegen. Einigen gelang die Flucht, doch der großteil ging wohl drauf schätze ich. Wir hatten keine Zeit oder Chance noch unten mitzukämpfen denn schon kamen sie das Treppenhaus hoch. MIt der Sicherheit im Rückenb das kein Zombie es schaffen sollte bis in den 2ten Stock zu springen gaben wir alles bei der verteidigung unserer Zuflucht. Doch die Masse war unaufhaltsam. Ständig kam Nachschub, jedoch nicht für uns

In einem kleinen Raum gipfelte das Ganze in einem hysterischen Handgemenge. Ich schätze 20 Zombies gegen 4 Überlebende war die Lage. Ein Zombie kam fallend vor mir zu Boden und ich hackte mit meiner Handaxt auf ihn ein, doch er hatte bereits meine Wade gefasst, zog sich heran und biss zu (Sehr fest übrigens

). Als der Raum bis zu den Knöcheln voller Zombies lag, gab es einen kurzen Moment Ruhe den wir nutzten um durch Treppenhaus zu rennen und an den nächsten ankommenden Zombies einfach vorbeizurennen. Doch ich war infiziert. ICh wollte direkt zurückbleiben und den MOB auf mich ziehen, doch es wurde mir nicht gestattet. Herrlich dieser Optimismus von LEuten mit denen man um sein Leben gekämpft hat

Eine rasante Flucht zur Bar, gefolgt von einigen schreienden Runnern (Hunter aus L4D) und einem letzten Kampf vor deren Türen.
Dann musste ich mich erst mal mit meiner Situation anfreunden (ich entschied mich das ganze langsam auszuspielen).
Also erstmal massig Alkohol konsumieren, dann total besoffen, meckernd und pessimismus versprühend mein Bein verarztend. Beziehungsweise mit meinem guten LARP Spaten schienend. So torkelte ich den Rest der Nacht und den Samstag Mittag mit steifem Bein und immer Zombieartigerem Gang (was auch an meiner müdigkeit und dem Bierpegelk lag) übers Gelände und wäre mehr als einmal erschossen worden, hätte ich nicht noch lallend meine Menschlichkeit beweisen können.
Als es mir zu anstrengend wurde (nach 34 Stundn ohne Schlaf) warf ich mir ne Calzium Tablette ein und suchte mir die richtige Situiation zum verwandeln. Die fand ich auch, schockte damit eine kleine Spielergruppe sehr und verbiss mich direkt im nächstbesten, der mit mir auf dem Rücken zu Boden ging.
Sehr geil!
Dann noch kurz als Zombie übers Gelände und ab ins Auto zum schlafen. Bis Sonntag Nachmittag hab ich dann durchgepennt und bin anschließend nach Hause gefahren. An jeder Tankstelle an der wir ausstiegen, gaben wir einen guten Zombie ab, da wir gar nicht mehr normal gehen könnten. Zu groß die Erschöpfung und die Schmerzen in den Beinen.
Also:
Alles in allem eine absolute Grenzerfahrung die ich jedem empfehle der gerne mal über die Stränge schlägt oder einfach mal das "echte" Zombiefilmfeeling erleben möchte. Wenn jetzt noch die Kritikpunkte beim nächsten mal beseitigt werden sollte ungebremstem Zombiespaß nichts im Wege stehen (ausser mein Konto - alles in allem doch ein teures Wochendende)
Hoffe es war informativ und nicht zu falsch geschrieben. Habs eilig aufm Netbook getippt und bin zu faul zum nachlesen. Also wie es immer heißt:
Wer Fehler findet kann sie behalten - oder in frankiertem Rückumschlag an folgende Adresse schicken:
0815 Scheiß-Drauf
Wurst-Egal Straße 0
In disem Sinne
