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Autor Thema: tage der dunkelheit  (Gelesen 392 mal)
phoenixtv
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gibst du mir dein pausenbrot?


« am: 23. Jan. 2010 / 01:41 »

so leute, hier mal eine von mir geschriebene original-fiction. eigendlich sollte es schon ab dem 2. kapitel mit den zombies losgehen (deshalb poste ich im off topic, nicht in der zombiesektion), aber so weit bin ich noch gar nicht gekommen^^ ich bin schon über das 2. kapi hinaus, aber es gibt halt noch keine zombies. aber der grundstein ist gelegt, und das ist ja die hauptsache^^

binn mal gespannt, wie es euch gefällt, falls ihr überhaupt lust habt, so viel zu lesen XD
bisher hat die geschichte 8604 wörter, also noch nicht SOOO lang^^


es haldelt sich bereits um eine extrem entschärfte fassung, das erste manuskript war schon sehr viel blutiger. allerdings kommen noch ein paar scenen mit drogenkonsum, alkoholmissbrauch und gewalt vor, die hauptsächlich dazu dienen, den hauptcharakter zu beschreiben. dann mal viel spaß beim lesen
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ich bin brutal, paranoid und schizophren, ich rauche, saufe und prügel mich, ich fresse wie ein schwein, hab übergewicht und stinke nach rauch und schweiß... aber an sonnsten bin ich ein lieber kerl^^
phoenixtv
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gibst du mir dein pausenbrot?


« Antworten #1 am: 23. Jan. 2010 / 01:43 »

Tage der Dunkelheit

Kapitel 1  -  Das Leben des Steve

Als Steve erwachte zeigte die Uhr auf der Fensterbank 1:13. Frustriert durchsuchte er ungefähr zwei duzend leere Zigarettenschachteln, bis ihm einfiel, dass er erst vor etwa zwei Stunden die letzte geraucht hatte. Also zog er sich kurzentschlossen eine Jeans und eine Jacke an, zu faul um sich noch mit Unterwäsche abzumühen. In der Hosentasche fand er einen Fünfer, schlüpfte in seine schmutzigen Badelatschen und marschierte in die heiße Stille der Nacht hinein. Gähnend klopfte er an den Nachtschalter der Tankstelle und verlangte, wiederum gähnend, nach einem weiteren Päckchen Zigaretten. Er riss die Folie achtlos ab und suchte vergeblich nach einem Feuerzeug.
Steve's Feuerzeuge verschwanden meistens in wenigen Stunden, was man von seinen häufigen Katern und den damit verbundenen Kopfschmerzen nicht behaupten konnte. Missmutig trat er gegen einen herumstehenden Mülleimer und kehrte nach Hause zurück.
Zu seiner großen Freude fand er unter dem Sofa gleich drei dieser begehrten Werkzeuge, die hauptsächlich dazu dienten, seiner Lunge noch ein bisschen mehr zu schaden.
Weil er zu faul war den Aschenbecher zu leeren, nahm er einfach eine der leeren Bierflaschen, die ohnehin überall herum standen.
Stöhnend torkelte er in die Küche um eine weitere zu holen. Diese war jedoch nicht leer, sondern von kühlender Frische erfüllt. Mit dem Feuerzeug, das er noch immer nicht aus der Hand gelegt hatte, entfernte er den Kronkorken und ließ ihn achtlos auf den Boden fallen. Halbherzig verscheuchte er eine Fliege und wankte zurück ins Wohnzimmer. Er ließ sich in einen der Sessel fallen, die vor seinem Schreibtisch standen und nahm einen tiefen Zug aus der Flasche. Er schob einigen Müll zur Seite und stellte seinen Laptop auf. Während er wartete, dass dieser endlich hochgefahren war, zog er mühsam seine Jacke aus und streifte die Badelatschen von den Füßen. Mit wenig Elan sah er seine Emails durch. Es war jetzt kurz vor zwei Uhr. Seine Mails bestanden hauptsächlich aus Werbung für Potenzmittel und irgendwelchen zwielichtigen Gewinnspielen.
Aber eine davon war eine Einladung von Florian. Der Text war knapp, aber er enthielt das wesentliche: Morgen 18Uhr bei mir Party. Das übliche, viele Kunden. FLO

Steve schlief gegen vier Uhr endlich wieder ein, nachdem er noch der Film- und  Musikindustrie ein wenig geschadet hatte, indem er einige Filme und Musiktitel bei Emule und Rapidshare gesaugt hatte.
Als er dann pünktlich um halb fünf am Nachmittag erwachte duschte er kurz kalt, um der Hitze des Tages wenigstens für ein paar Minuten zu entkommen. Anschließend rasierte er sich den Kopf, unter den Armen und den Intimbereich. Die meisten Mädels auf Flo's Partys standen darauf, und auch Steve hatte Gefallen an der glatten Haut gefunden, sowohl oberhalb als auch unterhalb der Gürtellinie. Er kramte aus seinem Schrank ein Päckchen mit etwa drei Pfund Marihuana  hervor und baute sich selbst erstmal einen ordentlichen Joint. Als er richtig zugedröhnt war packte er den Stoff und einige Messer in seinen Rucksack.
Flo schmiss regelmäßig Partys für rechtsradikale. Deshalb zog er seine Springerstiefel mit den weißen Schnürsenkeln an, krempelte die Hosenbeine ordentlich hoch und befestigte seine Hosenträger. Ein weißes Muskelshirt und die Lederjacke rundeten das Bild eines Brutalen Faschisten ab. Eigentlich hatte Steve keine Probleme mit Ausländern oder anderen Glaubensrichtungen, aber die Nazis waren manchmal nützlich. Und eine sichere Einnahmequelle. Viele schworen zur Zeit auf Steve's erstklassiges Piece.
Immer noch High ging er die Zwei Straßen zur Bushaltestelle und fuhr zu Flo's  Party. Er machte bewusst ein finsteres Gesicht und nickte zwei Skinheads zu, die ebenfalls auf dem Weg zur Party waren. Niemand traute sich, etwas zu sagen, als er eine Zigarette anzündete und den Bus voll qualmte. Steve musste sich zusammenreißen, nicht laut zu kichern, als etwa die Hälfte der anderen Fahrgäste fluchtartig den Bus an der nächsten Haltestelle verließ.
Florian wohnte etwas außerhalb der Stadt auf einer Art Bauernhof. In der Scheune dröhnte laute Musik, deren Texte zwar nicht verständlich waren, aber mit Sicherheit für Faschismus warben. Die Bässe waren laut und die Rhythmen schnell. Etwa vierzig Skinheads standen Schlange und bezahlten bereitwillig den Eintritt.  Flo's Partys waren so etwas wie ein Geheimtipp unter den Faschisten im ganzen Landkreis. Es war abgelegen genug, um niemanden zu stören, aber eigentlich gut erreichbar. Aber meistens war eher das nach Hause kommen am nächsten Morgen das Problem, denn Drogen und Alkohol machten hier in großen Mengen die Runde.
Die Türsteher, allesamt gewaltige, aber etwas einfältige Typen ließen Steve sofort passieren, als sie ihn erkannten. Das erste, was man lernte, wenn man in die Scene eingeführt wurde, war, dass es besser war, gewissen Personen nicht ans Bein zu pinkeln. Steve war zwar kein Riese wie die Türsteher, aber er genoss hohes Ansehen und kümmerte sich wenig um Gesetze. Außerdem konnte er fast alles besorgen, wenn das Geld stimmte. Und Flo duldete ihn als einzigen Dealer in seiner Scheune.
Die beiden waren zusammen wegen Körperverletzung eingebuchtet worden und Steve hatte die Hauptschuld auf sich genommen. Dadurch hatte er einige Monate länger gesessen und es Florian ermöglicht, sich weiter um seine Geschäfte zu kümmern. Flo war seither der Meinung, dass er Steve etwas schuldete.
In der Scheune pogten, soffen und rauchten die glücklichen, die schon eingelassen worden waren.
Steve ging zu seinem üblichen Platz, der durch zwei Holzwände etwas isoliert von dem Partyraum war.
Er nickte Mike kurz zu, der bereits davor stand und diejenigen aussuchte, die zu Steve durften. Mike war der einzige, auf den sich Florian und Steve wirklich verließen, und er war ein Loyaler Bodyguard, der schon mehrere leichte und ein paar schwere Verletzungen für die beiden in Kauf genommen hatte. Steve baute seine Waren auf dem dunklen Holztisch auf und besorgte sich dann einen Kasten Bier. In den Nächsten zwei Stunden verkaufte er elf Messer und fast das gesamte Gras. Inzwischen enthielt der Kasten nur noch die Hälfte der Flaschen und die gesamte Scheune roch nach Marihuana. Um zehn machte sich Steve auf die Suche nach einem Mädchen für de Abend. Er war inzwischen betrunken und zugedröhnt genug, um sich keine Sorgen mehr über so lächerliche Sachen wie Schwangerschaften oder Krankheiten zu machen. Auch heute Abend hatte er Glück. In wenigen Minuten fand er, was er suchte. Eine hübsche kleine Blondine mit Springern und Minirock. Die Brüste waren nicht zu groß und der Hintern extrem knackig. Das einzige Problem war jetzt noch der Typ, der sie gerade anbaggerte. Es handelte sich wohl um einen neuen. Steve ging ohne zu zögern auf den Skinhead zu und schubste ihn einfach weg. Dieser fing sich schnell und kehrte sofort erzürnt zu Steve zurück, um ihn an zu schreien. Der Kerl war etwas größer, aber Steve war nicht besorgt. Er schüttelte fast unmerklich den Kopf, als er Mike's fragendem Blick begegnete. Er nahm den Skinhead nur verschwommen war, musterte ihn kurz und räusperte sich. Dann rotzte er seinem Kontrahenten einen ordentlichen Klumpen Schleim auf die Jacke.
Die Geste wurde von den Zuschauern begeistert verstanden und in nur zwei Minuten ging das Licht an und die Musik verstummte. Alle Blicke richteten sich jetzt auf Steve und den neuen, der sich nun seiner Sache nicht mehr so sicher zu sein schien. Mike ergriff das Wort in die Stille hinein. „Steve hat den Neuen herausgefordert. Es geht um die Kleine da drüben.“ Er deutete auf das Mädchen, dass jetzt von ein paar Zuschauern nach vorne geschoben wurde. „Ich setze 40 auf Steve.“ Schloss Mike dann seine Rede ab und sofort wurden lautstark Wetten abgeschlossen. Diejenigen, die Steve nicht kannten, wetteten gegen den kleineren. Die anderen wussten es besser. Als wieder Stille einkehrte schwankte Steve leicht, und der andere hob die Fäuste. „Fang an.“ ,sagte Steve. Er war nüchtern. Er wartete den ersten Schlag ab und tauchte darunter hindurch. Seine Faust traf zielsicher den Magen des armen Neulings.
Nach nur fünfzehn Sekunden war dieser besiegt und lag weinend und leicht blutend auf dem Boden.
Die atemlose Stille wurde durch lauten Jubel und die Musik ersetzt, die jetzt noch lauter schien und die Party ging weiter. Steve's Verstand verbarg sich wieder zufrieden hinter dem Alkohol und den Drogen in seinem Blut und er seufzte zufrieden.
Das Mädchen hieß Jasmin und folgte ihm bereitwillig ins Freie.
Danach gingen sie in Steve's Raum im Haupthaus und kifften gemütlich, während die Party in der Scheune weiterging, nur zwei mal kurz von weiteren Schlägereien unterbrochen, aber Steve hatte was er wollte. Eine Stunde später schmiss Steve Jasmin mit einem leichten Klapps auf den Hintern und einem Zettel mit seiner Telefonnummer raus. Er ging in Florians Büro. Dieser war gerade dabei, ebenfalls seinen Spaß mit einem Mädchen zu haben, und Steve schmiss sie einfach raus. Er machte sich nicht die Mühe, ihr ihre Klamotten zu geben. „Komm schon Steve, was soll das?“ fragte Florian entnervt, aber Amüsiert. „Wir müssen mal über das Geschäftliche reden.“ „Alter, es ist fast fünf Uhr Morgens. Hat das nicht Zeit bis nach dem Aufstehen oder so?“ Flo zog seine Hose an und setzte sich dann an seinen Tisch. „Nee. Ich hab hier immerhin deine Kohle, aber wenn du nicht willst...“ Steve drehte sich zur Tür. „Schon gut. Gib her den Mist.“ Steve grinste frech und warf ein Bündel Geldscheine auf Florians Tisch. „Zehn Prozent, wie abgemacht. Das sind einhundertfünfzig. War ein guter Abend.“ Für die Zehn Prozent durfte Steve bei Flo pennen, hatte sein eigenes Zimmer und bekam freien Eintritt. Außerdem durfte er so ziemlich jedem ungestraft ans Bein pissen. „Was denn, du hast eineinhalb Riesen eingenommen? Alter, deine Preise müssen gestiegen sein.“ „Keines Wegs. Aber du hast ein gutes Auge, wenn es um Zahlenden Kunden geht, und wenn man einen Zehner fürs Gramm nimmt kommt einiges zusammen.“
Steve war nicht arm. Er wohnte nicht in einer größeren Wohnung, weil er faul war. Er hatte keinen Job, weil er drei mal die Woche auf Partys ordentlich Dealte und mehr Geld verdiente, als die meisten Angestellten. Er fuhr regelmäßig zum „Großhändler“, der ihn mit den Drogen versorgte und er war ebenso regelmäßig, aber nicht so häufig, im Ausland, wo er spezielle Waren kaufte, die in den meisten Europäischen Ländern verboten waren. Er wurde nur ein mal erwischt. Aber der Richter war der Vater eines guten Kunden, und so wurde er auf Bewährung freigesprochen, als er drohte, wirklich alles zu sagen. Steve's Familie lebte zum Teil in Deutschland, die anderen waren in England und Frankreich angesiedelt. Nach seinem Gefängnisaufenthalt hatte er alle Kontakte abgebrochen.
Er vermisste niemanden und genoss sein von Drogen, Sex und Gewalt regiertes Leben.
Selten kam ihm jemand in die Quere, und die meisten wussten es später besser. Die einzigen, die es nicht lernen wollten waren die Linken. Ob wohl Steve auch auf dieser Politischen Seite geschätzt wurde, gab es dort meistens mehr Probleme als im Faschistischen Teil seines Lebens.
Steve war nicht hartherzig, aber er vertrat seine Interessen mit eisernem Willen.
Als er sich verabschiedet hatte, kehrte er in die Scheune zurück. Die Musik war schon vor Stunden Verstummt und überall in den Ecken lagen schlafende. Wer den Eintritt bezahlte durfte bis zum nächsten Mittag bleiben. Es roch leicht säuerlich nach erbrochenem und Schweiß.
Steve holte seinen Rucksack und begab sich wieder in sein Zimmer. Zumindest hatte er das vorgehabt.
Draußen wartete bereits der Skinhead, den Steve vorher zusammen geschlagen hatte.
Er hielt eine zerbrochene Flasche in der Hand. „Ich bring dich um du mieser kleiner Wichser!“
schrie er und stürmte los. Steve war überrascht. Aber Mike war da. Er war komplett nüchtern, trug eine Schutzweste unter dem Hemd und schlug den Angreifer fast beiläufig mit einem Baseballschläger zu Boden. „Meine Güte, der hat es wohl immer noch nicht kapiert.“ Er grinste Steve an. Steve grinste zurück. „Mach ein Foto. Den will ich hier nicht mehr sehen.“, antwortete Steve und warf Mike ein Päckchen mit Gras und zweihundert Mäusen zu. „Ich glaube, das reicht. Kannst danach pennen gehen.“ Mike nickte und trat dem anderen dann kräftig in die Rippen, damit der sich umdrehte. Er machte ein Bild für die Türsteher und erklärte dem armen Tropf dann, dass es wirklich gesünder wäre, sich hier nicht mehr blicken zu lassen.
Zufrieden ging Steve weiter. Er machte sich nicht die Mühe, sich auszuziehen. Er zog lediglich die Stiefel aus und massierte dann seine Füße. Er schaltete den Fernseher ein, bis er einen Musiksender gefunden hatte und ärgerte sich, dass seine Zigaretten schon wieder alle waren.
Sein letztes Gras hatte er Flo und Mike gegeben. Er schloss die Tür sicherheitshalber ab und legte sich dann auf die Schlafcouch, nachdem er das Fenster geöffnet hatte.
Den nächsten Tag verschlief er fast vollständig, und er war froh, als er nüchtern und ohne Kater erwachte. Es war immer noch Heiß draußen. Er warf einen Blick auf sein Handy und stellte fest, dass irgend ein Mädchen namens Jasmin ihm vier Nachrichten geschickt hatte. Er ging auf Klo, bevor er eine davon las. Sie meinte irgend etwas von tolle Nacht, melde dich mal und all so ein Zeug. Ihm fiel wieder ein, um wen es sich handelte. Wieder durchsuchte er seine Sachen nach Zigaretten. Wieder blieb er erfolglos. Er stapfte in die Scheune, wo gerade die letzten Reste der Party beseitigt wurden. Er bekam sofort eine ganze Schachtel von einem der Türsteher, der ihn an seinem ersten Abend blöd angemacht hatte, und sich bei ihm einschmeicheln wollte. Steve grunzte und nickte als Antwort nur und zündete sich eine an. Dann fuhr er mit dem Bus in die Stadt. Diesmal war er alleine im Bus. Es begann bereits zu dämmern, als er zu Hause ankam und sich daran machte, seine Mails zu lesen. Sein Großhändler hatte neue Ware, ein Kunde wollte ein spezielles Butterfly-Messer und in vier Tagen war die nächste Party, diesmal eine bei den Linken.
Auch dort wurde er eingeladen. Auch dort sollte er Drogen mitbringen.
Er schlief bis Mittags und fuhr dann mit dem Zug zu seinem Händler. Der Gebürtige Kubaner machte dem Ruf seines Landes alle Ehre. Er Dealte mit Schusswaffen und Drogen, Rauchte dicke Zigarren und versteckte das alles hinter seiner kleinen Tierhandlung. Steve kaufte die üblichen zwei Kilo zum Einkaufspreis und trank dann mit dem Kubaner ein Glas Rum. Zerstreut ging er zurück zum Bahnhof und verlief sich, so wie jedes Mal, auf dem Rückweg. Er brauchte eine halbe Stunde länger und verpasste seinen Zug. Steve blickte sich frustriert auf dem Bahnhof um. Es war niemand zu sehen, außer ein paar Teenagern, die auf dem anderen Bahnsteig der kleinen Station herumlungerten. Er verkaufte ihnen ein halbes Gramm Piece für den dreifachen Preis. Dann besorgte er sich eine ganze Stange Zigaretten im Kiosk und vertrieb sich die Zeit in einem Zeitschriftenladen.
Als endlich sein Zug kam, ging es schon auf fünf Uhr zu. Als Steve endlich zu Hause war versteckte er die Drogen und ging ins Fitnesscenter. Seine Ausdauer hatte sehr unter seinem Konsum gelitten, und jetzt ging er eigentlich immer, wenn keine Party war oder er längere Zeit nicht in der Stadt war, dort hin und trainierte zwei Stunden. Faulheit war eine der Sachen in Steve's Leben, die ihn manchmal störten. Wenn es um seinen Körper ging, war er allerdings nicht faul. Außer dem Rauchen und dem Trinken lebte er gesund, aß viel Gemüse und Obst und war sehr auf Fitness bedacht. Dies hatte ihm schon in diversen Situationen geholfen.
Nachdem er geduscht hatte ging er endlich ins Bett. Er war fast immer müde nach dem Training.
Er schrieb Jasmin eine Nachricht, dass sie Morgen um drei bei ihm sein sollte. Er hatte Lust auf Gesellschaft, und er wusste, wie er daran kam. Neben der Faulheit war da noch die Lust. Sie war der Hauptgrund, warum er ständig Ärger hatte. Denn wie alles gute im Leben musste man auch Frauen irgendwo her bekommen, und die meisten gut aussehenden waren vergeben. Das Problem löste Steve meistens mit Gewalt. Er war nicht dumm, er konnte auch gut argumentieren. Aber er war meistens einfach zu High. Aber heute Abend nahm er keine Drogen.
Und am nächsten Morgen auch nicht. Denn er wollte Auto fahren. Viel zu lange hatte er schon nicht mehr selber am Steuer seines alten Lancier's  gesessen. Das Modell war sechs oder sieben Jahre alt, aber Steve pflegte ihn gut und hatte ihn billig bekommen. Und er war schnell, laut und gelb. Steve hatte acht tausend investiert, um den Wagen auf Vordermann bringen zu lassen, hatte ein Chip-Tuning machen lassen und neue Felgen gekauft. Im Kofferraum war genug Platz für seine Einkäufe.
Als Jasmin kam zog er sie sofort aus.
Danach fuhr er sie zu sich nach Hause. Er musste noch nach Österreich, und er würde den Ganzen restlichen und den halben nächsten Tag brauchen. In Österreich wollte er das spezielle Messer für seinen Kunden besorgen. Dieser war einer seiner Stammkunden und er bezahlte immer gut. Und Steve musste bis zur Party zurück sein. Sie sollte an einem Donnerstag sein, weil gerade Sommerferien waren. Steve hielt unterwegs die Geschwindigkeitsbegrenzungen ein und rauchte vier Schachteln Zigaretten. An der Grenze wurde er kontrolliert, aber er hatte alle Illegalen Gegenstände zu Hause gelassen. Er musste allerdings Zoll bezahlen, weil er im Kofferraum noch eine Stange Zigaretten hatte. In Österreich war diese Marke sehr selten und deshalb immer ein gutes Geschenk für seine Händler.
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phoenixtv
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« Antworten #2 am: 23. Jan. 2010 / 01:43 »


Nachmittags kam er endlich an. Die kleine Stadt war bekannt für die vielen Verbrechen, die dort begangen wurden. Und für die vielen Waffenläden. Aber Steve besuchte nur einen davon. Er kannte die meisten, aber er kaufte lieber bei Freunden. Er wurde herzlich begrüßt und Herr Oskar, der Besitzer, bot ihm einen Tee an. Steve mochte Herrn Oskar, und dieser mochte ihn, weil er meistens viel Geld da ließ. Diesmal kaufte Steve jedoch nur für etwa 250 Euro ein. Er nahm gleich drei der speziellen Butterfly-Messer, die besonders lange Klingen mit beidseitigem Schliff und einer Speziellen, olivfarbenen Lackierung hatten, und andere Messer, ein paar Schlagringe und zwei Stahlruten. Alles Waffen, die in Deutschland nur mit Waffenschein und nur für Sammlungen, oder gar nicht, erlaubt waren.
Er blieb für die Nacht in Einem Hotel nahe der Deutschen Grenze und fuhr am nächsten Tag früh nach Hause. Diesmal wurde er nicht kontrolliert. Er hatte eigentlich immer Glück.
Er fuhr die ganze Nacht durch und kam früh genug nach Hause, um noch ein paar Stunden zu schlafen, bevor die Party los ging. Diesmal verzichtete er auf die weißen Schnürsenkel, und zog statt dessen ein paar schmutzige Skaterschuhe und eine schwarze Lederhose an. Dazu trug er dann noch ein zerrissenes T-Shirt und eine Lederjacke voller Buttons, Nieten und Aufnäher. Er fuhr mit den Skateboard zur Bushaltestelle. Die Party war in einer anderen Stadt, und so kam er erst an, als die Party schon in vollem Gange war. Hier gab es keine Türsteher, keinen Eintritt und keine Regeln.
Es gab keine Band, aber trotzdem schienen fast alle ihren Spaß zu haben. Steve verfuhr auf Punk-Partys immer anders als auf Nazi-Partys. Alles was man hier tun musste, war, sich einen Joint zu drehen. Dann kamen die Kiffer meist von alleine. Er musste nicht lange warten, und gab den Joint bereitwillig in die Runde. In einer Stunde verkaufte er den halben Pfund, den er mitgebracht hatte.
An Punks verkaufte er keine Waffen. Diese änderten zu schnell ihre Meinung. Hier stand er nicht unter dem Schutz des Anführers. Denn es gab keinen. Der einzige, auf den er sich in der linken Scene verlassen konnte war er selbst.
Die Party verlief ruhig. Kaum jemand stritt sich ernsthaft. Steve blieb bis drei Uhr, wurde ordentlich betrunken von den Flaschen, die hier die Runde machten, als sei Wasser darin. Meistens war es irgendwelcher billiger Korn, der von den Jungs ausging, oder irgendeine ekelige Bowle, die die Mädchen mitgebracht hatten. Oder einfach nur ekelige alkoholische Mischungen, meistens mit Cola. Korn-Cola, Wodka-Cola, Whisky-Cola und sogar Absinth-Cola.
Punkerinnen waren auch nicht so einfach mit Worten zu beeindrucken. Aber das war meistens nicht nötig, wenn sie betrunken waren. Aber seit Steve einmal in dem Erbrochenem seiner Bettnachbarin aufgewacht war, hielt er lieber Abstand.
Als Steve schließlich ging, hatte er bereits Kopfschmerzen.
Er entschied sich gegen besseres Wissen dafür, zu Fuß nach Hause zu gehen. Nüchtern hätte er für die Reise sicher drei Stunden gebraucht. Aber Steve war nicht nüchtern. Er verlängerte seinen Fußmarsch, indem er erst eine halbe Stunde in die falsche Richtung lief und dann noch durch ein ihm unbekanntes Waldstück torkelte. Er kam nach nur wenigen Metern vom weg ab, setzte sich gegen einen Baum und schlief ein.
Geweckt wurde er von jemanden, den er nun gar nicht gebrauchen konnte. Die Polizistin und ihr Kollege wirkten nicht sehr erfreut. Er suchte in seinen Taschen nach einer Uhr, worauf hin ihn der Polizist hart am Arm packte. „Schön langsam, Freundchen! Jetzt steh erstmal auf und geh nach Hause.“
„Ich glaub, wir nehmen den besser mit auf die Wache, der riecht nach Gras.“ bemerkte seine Kollegin.

Steve hatte zu seinem Glück alles an Drogen verkauft, was er noch vor wenigen Stunden dabei gehabt hatte. Aber Steve bemerkte noch nicht einmal, wie er durchsucht wurde. Er merkte nicht, wie er in eine Ausnüchterungszelle gesperrt wurde. Zumindest nicht, bis er wach wurde. Und auch da brauchte er einige Minuten, um festzustellen, dass etwas nicht stimmte. Er machte in folgender Reihenfolge seine Bestandsaufnahme: Seine Zigaretten waren weg. Sein Rucksack und sein Skateboard waren weg. Ebenso wie Handy, Schlüssel und Portmonee. „Diese dämlichen Punks haben mich ausgeraubt!“ schrie er. Dann sah er sich um. Sein Blick blieb erst auf der Tür hängen, glitt dann über die Wände und den Boden und fiel zuletzt auf eine bereits trocknende Pfütze von Erbrochenem auf seinem Kopfkissen.
Er klopfte an die Tür. Es dauerte einige Minuten, bis sich das Fenster öffnete. Steve wusste, welche Fragen er wie beantworten musste, um in einer Stunde wieder draußen zu sein. Doch zuerst kam es darauf an, seine Drogenkarriere zu verschleiern. Er bat den Polizisten höflich um sein Handy. Als er es endlich, nach scheinbar einer Ewigkeit, bekam, schickte er eine SMS an Florian. „Bin im Knast, Nüchternheit herstellen. Mach dir keine SORGEN. Werde sicher nach Hause gebracht.“
Flo's Antwort kam nach nur wenigen Sekunden. „Ok, alles klar.“
Flo würde jetzt mit Mike in Steve's Wohnung fahren und das Gras und die Waffen mitnehmen. Das hatten die Beiden für alle Fälle ausgemacht. Steve war beruhigt.
Er setzte sich auf das Bett und wartete.
Endlich kam jemand und stellte die üblichen Fragen. „Dealer?“ - „Nein.“ - „Illegales?“ „Erstes Mal Gras geraucht. Nie wieder! Ich Schwöre!“ - „Wie bist du an das Gras gekommen?“ „Da war einer, der hat so einen Joint herumgereicht. Ich hatte den als letzter und hab den zu Ende geraucht.“ - „Wer waren die anderen?“ „Weiß nicht, kannte die nicht. Hab die in der Stadt getroffen. Kann mich nicht an die Adresse erinnern.“ Und so weiter.
Schließlich wurde Steve von zwei Polizisten nach Hause gefahren. Sie hatten auch einen Hund dabei, genau wie Steve sich gedacht hatte.
Er lud die beiden auf was zu trinken ein, und diese ließen den Hund ein wenig herum schnüffeln.
Als sie nichts fanden zogen sie wieder ab. Steve nahm sich ein Bier und setzte sich hin. Er las aus Gewohnheit seine Mails. Danach fuhr er zu Florian, um seine Sachen zu holen.
Er blieb in der Nacht bei Flo und die beiden redeten über Gott und die Welt, kifften und soffen.
Um halb eins stand Flo auf, ging in sein Zimmer und ließ sich ein Bad ein. Er strich über seinen Kopf und stellte frustriert fest, dass seine Haare schon wieder zu lang waren.
Also borgte er sich einen Rasierer von Mike und machte sich an die lästige Arbeit.
Seine Hand zitterte und er schnitt sich knapp oberhalb des linken Ohrs.
Steve rasierte einfach weiter. Wenn Steve blutete, hatte er irgendwie das Gefühl, dass das Gift, dass er sich täglich selber zuführte, zumindest teilweise seinen Körper wieder verließ. Es war ein Gefühl der Reinigung. Steve's Körper hatte einige Narben aufzuweisen. Viele stammten von Unfällen und Schlägereien. Aber längst nicht alle. Eine Zeit lang hatte Steve sich selber geschnitten, als er noch in der Ausbildung war. Inzwischen hatte er stattdessen mit dem Rauchen angefangen, und es hatte funktioniert. Er hatte sich seit zwei Jahren schon nicht mehr selber verletzt.
Vom Rauchen war er auf das Marihuana gekommen. Irgendwann hatte er dann festgestellt, dass man vom Drogenverkauf besser leben konnte als von Sozialhilfe. Dann fragte jemand nach einem Messer. In wenigen Monaten hatte Steve viele Kunden gewonnen und Beziehungen geknüpft.
Mit dem Alkohol hatte er schon angefangen  als er fünfzehn wurde. Damals hatte er wenige Freunde und ständig Stress in der Schule und mit seinen Eltern.
Als Steve sich zum zweiten mal schnitt, legte er den Rasierer weg und wischte sich den Schaum vom Kopf. Das Handtuch war blutig, aber dafür gab es ja Waschmaschinen. Er beugte sich stöhnend über das Waschbecken und trank ein paar Schlucke kaltes Wasser.
Er stapfte in sein Zimmer Zurück und schaltete das Licht aus. Aber bevor er sich hinlegte kniete er sich vor das Fenster und sah einfach hinaus, während er gemütlich eine Zigarette rauchte. Er genoss den Moment der Stille. Manchmal hatte er stundenlang vor dem Fenster gekniet und auf die Sonne gewartet. Er suchte den Himmel nach einem Sternzeichen ab, dass er kannte. Aber keines schien ihm mehr vertraut. Früher hätte er die meisten davon mit Namen nennen können, aber er hatte inzwischen viel vergessen. Teilweise sicher wegen des Drogenkonsums. Aber hauptsächlich, weil er sich inzwischen mit anderen Dingen beschäftigte, wenn er nachdachte. Heute ging es hauptsächlich in seinen Gedanken um das Geld, die Mädchen und den nächsten Rausch. Und natürlich um die Kämpfe. Steve war keiner von den Typen, die alles für einen Kampf gegeben hätten, aber er suchte hin und wieder eine Möglichkeit, sich Luft zu schaffen. Er scheute keine Konfrontationen, wenn es ihm um etwas wichtiges ging. Er verprügelte niemanden, weil er anders war. Er tat es, weil es in befriedigte. Dieses tiefe, innere Gefühl des Triumphs war ihm manchmal lieber als alles Gras der Welt. In den wenigen Sekunden, in denen er kämpfte war er wirklich er selbst. Das Gefühl der absoluten Macht berauschte ihn. Aber er war immer absolut beherrscht. Seine Kontrolle und seine Hingabe waren manchmal beängstigend. Er konnte wirklich sehr betrunken und high sein, und doch schwankte er nicht. Er stand ruhig, kühl und wartend. Früher hatte er oft verloren. Doch jedes Mal war er wieder aufgestanden und hatte härter und schneller zurück geschlagen. Tief in seinem Inneren war er ein Krieger, wie die Wikinger, Kreuzritter, Mongolen und die Samurai vor seiner Zeit Krieger waren. Er lebte nicht um zu kämpfen. Er kämpfte um zu leben. Steve begann zu beten.
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« Antworten #3 am: 23. Jan. 2010 / 01:44 »

soo, da habt ihr kapitel 1^^ bei interesse, kapitel 2 und drei sind schon fertig^^
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Gehiiirrnee


« Antworten #4 am: 29. Jan. 2010 / 02:14 »

Na dann mal her mit Kapitel 2 und 3
Bin ja schon interessiert wie dus weiterführst Zwinkernd
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- hier bitte hochintellektuellen Scheiß einfügen -
phoenixtv
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« Antworten #5 am: 29. Jan. 2010 / 21:15 »

ok, du willst es nicht anders, jetzt gehts weiter, und schonmal danke fürs lesen^^

Kapitel 2  -  Vom Ende des Lebens 1 (Sprache in Englisch)

Steve hatte entschlossen, Urlaub zu machen. Er hatte in den Letzten Wochen für seinen Geschmack genug gearbeitet und wollte jetzt einfach entspannen, ohne zu befürchten, dass er mit irgendwem Konflikte bekommen würde. Zuerst wollte er nach Thailand fliegen, dann las er allerdings einige Reiseberichte, die die schlechte Lage des Landes beschrieben und entschied sich um. Er hatte bereits in seiner Jugend viel von Europa gesehen, deshalb wollte er auch mal einen anderen Teil der Welt sehen. Australien war zu Teuer, Afrika kam nicht in Frage, weil sämtliche Skinheads auf Flo's Party das nicht verstanden hätten. Blieben also Amerika und Asien. Steve sparte immer für solche Reisen. Er hatte sich genug gespart, um ein paar Wochen im Ausland zu verbringen und dort ganz gut zu leben. Seine Wahl fiel letztendlich auf eine Tour durch Nordamerika. Er wollte einen Road-Trip durch die Wüste von Arizona machen und dann irgendwie nach Norden und einen Abstecher nach Norden.
Er kaufte ein einfaches Flugticket und schickte nur eine SMS an Flo. „Bin nicht da, paar Wochen in USA. Man sieht sich.“
Steve kam zu spät am Flughafen an, weil er beim packen getrödelt hatte. Er hatte nur einen Rucksack mit ein paar Klamotten und Waschzeug gepackt und wollte vor Ort alles was er brauchte organisieren. Er verpasste seinen Flieger, wartete ganze drei Stunden auf dem Flughafengelände und musste dann auch noch seinen Rucksack durchsuchen lassen. Er tippte mit dem Fuß auf den Boden, während sich ein Sicherheitsbeamter durch seine Unterwäsche wühlte und ein Päckchen Zigaretten und sein Duschgel konfiszierte. „Sie dürfen nur hundert Milliliter Flüssigkeit mitführen.“ ,war die knappe Ansage. Steve zuckte mit den Schultern und seufzte. Als er endlich im Flieger saß holte er seine Zeitschrift hervor und begann zu lesen. Von den neun Stunden Flugzeit verschlief er sieben und trank die andere Zeit Whisky mit Eis und hörte desinteressiert den Ausführungen seines Nachbarn zum Thema Jugendkriminalität an. Als es ihm reichte erwähnte er beiläufig, dass er vorige Woche aus eigener Hand die Kriminalität der Jugend zu spüren bekommen hatte. „Tatsächlich? Schrecklich, nicht wahr?“ fragte der Kerl im Anzug. Er war schlecht rasiert und sicher um die Fünfzig. Und er war nicht gerade eine Grazie. Eine Brille hing aus der Hemdtasche.
„Ach, das war eigentlich ganz witzig, wissen Sie? Das war so eine Fette Brillenschlange, der Pisser hat mich doch tatsächlich einfach an gerempelt! Da hab ich dem natürlich sofort Manieren beigebracht, wenn sie wissen was ich meine. Deshalb flieg ich jetzt ja auch nach Amerika, das ist immer so lästig mit der Justiz!“ Danach hatte er seine Ruhe.
In Amerika angekommen ging er in die erste Kneipe und betrank sich. Er spielte mit ein paar Typen Dart und Billard und verlor fünfzig Dollar. Die Nacht verbrachte er in einem billigen Hotel. Nicht etwa, weil er zu wenig Geld dabei hatte, sondern weil er auf der Suche nach einem Schlafplatz einfach dieses zuerst gefunden hatte. Er nahm noch ein Sixpack Bier mit aufs Zimmer und sah sich verständnislos irgendeine Sendung im Fernsehen an. Mittags besorgte er sich ein ordentliches Mittagessen beim Fastfoodladen. Dann ging er zu ein paar Gebrauchtwagenhändlern, bis er endlich das fand, was er suchte. Er wollte einen alten Pickup. Er bezahlte zweitausend Dollar in Bar und fuhr sofort mit dem Wagen in die Werkstatt. Er stellte einem der Arbeiter ein fettes Trinkgeld in Aussicht, wenn dieser den Wagen in drei Tagen flott bekommen würde. Steve bekam neue Reifen, die Beulen wurden ausgebessert und die gerissene Windschutzscheibe ausgetauscht.
Steve blieb fünf Tage in der Stadt. Genau lange genug, um sich eine Stadtkarte zu besorgen und einmal alle Kneipen auszuprobieren. Er traf eine junge Frau, die unbedingt weg wollte und bot ihr an, sie mitzunehmen. „Wo willst du denn hin, Steve?“ fragte sie. „Egal, ich will nur weiter. Road-Trip ins Nirgendwo.“ „Klingt gut. Ich sag dir morgen Bescheid.“
Das Mädchen hieß Mary. Mary stand am nächsten Mittag wie verabredet mit einer Reisetasche und einer Kühlbox an der Bushaltestelle. „Woher hast du eigentlich das Geld für diese Reise?“ fragte sie. „Ich hab kein Geld. Ich hab ein Auto, einen Visum und ein paar Klamotten. Wofür braucht man schon Geld?“ Mary lachte und Steve fuhr los in Richtung Westen. Am Abend hielten sie einfach am Straßenrand an und Steve baute auf der Ladefläche ein Zelt aus einem Stück Plane. Die Kühlbox von Mary enthielt noch zwei Packungen Bier und ein paar Sandwiches. „Ich hätte noch eine Luftmatratze besorgen sollen.“ sagte Steve. „Ich hab eine dabei, aber ich fürchte, wir müssen zusammenrücken. Sie ist sehr schmal.“

In der Nacht passierte nichts. Steve stand früh auf, streckte sich und rieb seine schmerzenden Glieder. Dann pinkelte er an einen Kaktus und weckte Mary. Während er sich eine Zigarette anzündete und rauchte zog Mary sich um und erledigte ebenfalls ihr Geschäft. „Was sagt denn deine Familie dazu, dass du einfach ohne Geld durch die Gegend fährst?“ „Was sagt denn deine Familie dazu, dass du einfach mit einem Ausländer durch die Gegend fährst, den du um Mitternacht in einer Kneipe kennen gelernt hast?“ antwortete Steve. „Die sind sicher froh, dass sie mich los sind.“Mary spuckte aus dem Fenster. „Ich war immer das schwarze Schaf in der Familie. Ich hab ständig mit so Typen wie dir abgehangen, bis mich einer geschwängert hat. Ich hab das Baby vor einem halben Jahr verloren.“ „Tut mir Leid.“ Steve schaltete einen Gang runter und fuhr ein bisschen langsamer. „Ach, schon gut. Ich will jetzt nur noch so weit weg wie möglich. Was ist mit dir?“ „Ich hab ewig keinen Kontakt mehr zu meiner Familie. Ich hab eine Zeit lang Probleme mit Drogen gehabt und war Arbeitslos und so. Ständig Streit mit den Bullen. Und jetzt hab ich einfach meine Sachen gepackt und mich auf die Reise gemacht.“ Danach schwiegen die beiden und hörten der Musik im Radio zu.
Sie blieben über Nacht in einem Motel. Mary ging kurz hinaus um zu telefonieren und Steve nutzte die Gelegenheit, um sich eine Schachtel Zigaretten zu besorgen. In Amerika fand er keine der Marken, die er in Deutschland immer bevorzugt hatte, hauptsächlich Gauloises. Er hatte schon verschiedene Marken ausprobiert, die ihm aber alle nicht geschmeckt hatten. Schließlich fand er aber einen Laden, in dem er die Gauloises fand. Er kaufte den ganzen Bestand, etwa dreißig Schachteln.
Als er zurück kam hatte Mary eine Überraschung. „Ich habe mit meinem Cousin gesprochen. Er wohnt nur hundert Meilen weiter Westlich. Wenn du willst können wir da eine Weile abhängen. Nächste Woche gibt es da eine Party, da sind viele coole Typen.“
Steve konnte nicht anders. Er liebte Partys.

Die Fahrt dauerte sechs Stunden. Marys Cousin lebte weit ab von der Zivilisation auf einer Farm. Das Gelände war von Zaun und Stacheldraht umgeben, so als ob es ein Militärgelände wäre. Als Steve Mary danach fragte, antwortete sie: „Es gibt hier wilde Hunde und Kojoten. Früher war hier eine Hühnerzucht, und es ist ziemlich lästig, jeden Abend die Viecher zu erschießen. Außerdem gibt es viele Schlangen, und der Zaun sorgt dafür, dass die nicht zu nah kommen. Da ist Strom drauf.“
Steve hielt vor dem Haus und stieg aus, nachdem er sich eine Zigarette angezündet hatte. Er hatte sie in den Mundwinkel geklemmt, aber als eine Windböe kam, wurde sie fortgerissen. „Scheiße.“
Die Tür öffnete sich und heraus kam ein Mann um die dreißig. Er trug eine Jeans und ein rotes Hemd. Auf dem Kopf hatte er einen braunen Cowboyhut. Er wirkte kühl und Nickte Steve kurz zu, bevor er Mary die Hand schüttelte. „Gute Arbeit. Der sieht perfekt aus. Hat er Familie?“ „Nein, keiner weiß dass er hier ist.“ Marys Tonfall wirkte sachlich und kühl, ganz anders als während der Reise. „Was läuft denn hier?“ Steve trat ein paar Schritte zurück. Er beobachtete den „Cousin“ von Mary genau. „Keine Sorge, kleiner. Alles Okay. Ich wollte nur wissen, woran wir an dir sind.“ Dann zog er einen Elektroschocker. Bevor Steve irgendwie reagieren konnte trafen ihn zwei Elektroden. Hunderttausend Volt ließen ihn in eine schmerzhafte Ohnmacht fallen.

Das erste was Steve auffiel, als er wieder zu sich kam, war, dass er mindestens seit acht Stunden nicht mehr geraucht hatte.
Das zweite war, dass er sich nicht bewegen konnte. Er war nicht gefesselt, aber seine Muskeln waren nicht in der Lage sich zu bewegen. Es war kühl und die Luft war trocken. Er konnte seine Augen nicht öffnen, aber es schien ein heller, roter Schein durch die Lieder.
Er hörte ein regelmäßiges Piepen von einem Herzmonitor irgendwo rechts von ihm. Er probierte systematisch alle Muskeln aus, konnte aber weiterhin nichts bewegen. Irgendwann betrat jemand den Raum. Die Tür hörte sich an wie eine von diesen Automatischen Supermarkt-Türen. Wenige Sekunden später wurde eine Nadel nicht gerade sanft in seinen Linken Arm gedrückt.
Die Flüssigkeit brannte kurz in seinem gesamten Arm, dann schlief Steve wieder ein.
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« Antworten #6 am: 29. Jan. 2010 / 21:16 »

(WARNUNG: hier kommen ein paar beleidigungen vor, aber mir ist das egal^^)


Als er erneut aufwachte, konnte er sich wieder bewegen. Aber sein Arm schmerzte und er hatte mehrere Stiche in Armen und Beinen, die alle von gelben und Braunen Farbkreisen umgeben waren. Als er seinen Hals abtastete bemerkte er auch dort einige blaue Flecken, so als ob er auch dort ein paar Stiche abbekommen hätte. Auf einem Stuhl neben dem Bett lagen ein paar Sachen, die er sich anzog. Eine dunkelblaue Jeans, die ein bisschen zu neu aussah, Hemd, Socken und Unterhose. Die Schuhe aus blauem Stoff standen unter dem Stuhl. Die Sachen hatten genau seine Größe. Er machte sich daran, sein Gefängnis zu begutachten. Blaues Plastik bedeckte den Boden, die Wände waren mit weißer Tapete beklebt und die Tür besaß keine Klinke. Das kleine Fenster neben der Tür verzerrte den Blick nach draußen. Scheinbar war das Glas mehrere Zentimeter dick. Er sah allerdings nicht wie erwartet den Hof eines Gefängnisses, sondern einen Raum mit den gleichen Wänden und dem gleichen Boden. Er konnte in beide Richtungen etwa fünf Meter weit sehen, und entdeckte gegenüber eine weitere Tür ohne Klinke. Dieser andere Raum war bis auf einen Schreibtisch mit zwei Computern und eine Kamera direkt vor dem Fenster leer, zumindest soweit Steve das beurteilen konnte. Die Kamera war entweder ferngesteuert oder reagierte auf Steve's Bewegungen, denn sie folgte ihm, wenn er im Raum auf und ab ging. Er hatte probeweise gegen die Tür gedrückt, war aber enttäuscht worden. Schließlich stellte er die Matratze vor das Fenster und begann damit die Wände abzuklopfen. Sie hörten sich überall gleich massiv an, also versuchte er es direkt neben der Tür. Er zerschlug den Stuhl auf dem Boden und nahm eines der eisernen Beine. Damit schlug er so lange gegen die Steine des Türrahmens, direkt neben dem Schloss, bis er zwei der hinter der Tapete verborgenen Ziegelsteine entfernen konnte. Er hatte eigentlich vorgehabt, den Türrahmen zu verbiegen, doch das war gar nicht nötig. Die Tür öffnete sich nämlich. Steve's Instinkte übernahmen die Kontrolle. Sie sorgten dafür, dass Steve dem Mann in der Tür so fest er konnte mit dem Stuhlbein in den Magen und anschließend auf dem Kopf schlug. Aber er war nicht alleine gekommen. Die anderen drei Männer und zwei Frauen starrten Steve an. Einer wich zurück und drückte auf einen roten Knopf an der Wand, den Steve bisher nicht gesehen hatte. Sofort ging der Alarm los. Die sechs Personen hatten alle Ärztekittel an und die beiden Frauen und ein dicker alter Mann mit Glatze hielten Klemmbretter wie Schutzschilde vor ihren Körper. Keiner von ihnen schien auf einen Kampf erpicht zu sein, und Steve rannte einfach an ihnen vorbei durch die noch offen stehende Tür gegenüber. Allerdings waren seine Beine scheinbar doch nicht so belastbar, wie sie sich noch vor wenigen Sekunden angefühlt hatten. Seine Beine knickten ein und er schlug hart auf den Boden. Für eine Sekunde wurde ihm schwarz vor Augen, dann rannte er in Richtung des nächsten Fensters. Draußen musste ein See oder so etwas sein, denn überall schienen Sterne. Er achtete nicht weiter darauf, sondern ging jetzt etwas leiser weiter. Er öffnete eine der Türen und fand sich in einem Schrank voller Besen und Putzutensilien wieder. Er schraubte schnell einen der Besenstiele ab und machte sich wieder auf den Weg.

Draußen stieß Steve fast mit zwei Männern in Uniform zusammen. Diese sahen ihn eine Sekunde überrascht an, bevor sie stehen blieben. Steve hatte bereits ausgeholt und der Besenstiel sauste auf den Kopf des linken herab. Bevor er auch den anderen angreifen konnte, hatte dieser bereits einen Schlagstock gezogen und wehrte geschickt den Schlag ab. Der andere war fast sofort wieder auf den Beinen und benutze jetzt ebenfalls einen Schlagstock um sich gegen Steve's Angriffe zu wehren. Sie trieben Steve in die Richtung, aus der er gekommen war, und Sekunden später hörte er mehrere Schritte, die sich schnell näherten. Steve gab auf, als er vier weitere Uniformierte Männer sah. Er wich noch ein paar Schritte zurück und legte dann die Stange auf den Boden. Erschöpft rutschte er an der Wand hinab und blieb einfach sitzen. Sämtliche Muskeln in seinem Körper schmerzten. „Hat einer von euch Wichsern wenigstens ne Kippe?“ Die sechs Männer brachten ihn schweigend in einen anderen Raum, den Flur weiter runter.
Er wurde auf einen Stuhl mit Lederriemen gesetzt und festgeschnallt. Ihm gegenüber saß der Dicke Mann, den er schon zuvor gesehen hatte, und auf dem Tisch lag das Klemmbrett. Er stand schweigend auf und löste Steve's linken Arm wieder. Dann gab er ihm eine Zigarette und Streichhölzer. Steve rauchte und wartete darauf, dass der andere zuerst etwas sagte. Dieser hatte scheinbar jede Menge Zeit und starrte nur stur auf seine gefalteten Hände. Steve ignorierte den Aschenbecher und ließ die Asche mitten auf das Klemmbrett fallen. Jetzt endlich sah der Mann auf. „Das ist wirklich nicht nötig, Mister Kropf. Diese Unterlagen sind entscheidend für ihre Entlassung.“
Steve schnippte die Zigarette in eine Ecke. „Wo bin ich, warum bin ich hier und wer ZUR HÖLLE SIND SIE SIE MIESER KLEINER BASTARD?“
Steve war jetzt völlig in Rage und es befriedigte ihn, zu sehen, wie der dicke Mann ihm gegenüber zusammen zuckte und ein paar Zentimeter weg rückte. Sofort ging die Tür auf und drei der Wächter kamen herein gestürmt. Der Mann winkte sie jedoch sofort wieder hinaus. „Schon gut. Mein Name ist Stevens. Mister Kropf, sie wurden mit einem Nerventrauma in unser Institut, das Neural Medical Center of Utah, eingeliefert. Wir erforschen hier Neurologische Krankheiten. Scheinbar sind sie mit einer Art Virus in Berührung gekommen, das uns bisher unbekannt war. Allerdings hätte es sie töten müssen. Laut unseren Bluttests, die wir an ihnen vorgenommen haben, waren ihre Nerven vollkommen von einem Enzym namens Sedoclorinase blockiert. Sie waren vier Monate auf der Intensivstation und wurden künstlich beatmet und intravenös ernährt. Danach scheint ihr Körper das Gift abgebaut zu haben. Wir haben sie auf die Station für minimale Sicherheit verlegt. Das war vor drei Wochen. Sie waren in einem apathischen Zustand und nicht ansprechbar. Und heute sind sie dann plötzlich aufgewacht, während unserer Visite.“ „Warum war ich nicht an ein EKG oder so was angeschlossen?“ „Eine Zeit lang waren sie es, allerdings haben sie vorige Woche immer die Nadeln und Elektroden abgerissen, so dass dies nicht mehr möglich war. Aber sie waren außer Gefahr, deshalb sahen wir keine Notwendigkeit darin, diese Maßnahmen weiter zu ergreifen oder sie ruhig zu stellen.“ „So eine Scheiße. Ich bin fünf Monate hier? Mein Visum ist abgelaufen.“
„Das ist ihre geringste Sorge im Moment. Ihr spezieller Fall hat nämlich das Büro für Nationale Sicherheit auf den Plan gerufen. Die würden wirklich gerne erfahren, wie sie in Kontakt mit diesem Virus gekommen sind.“ „Die können mich mal! Machen sie mich erstmal los, sonst verklage ich sie noch.“
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« Antworten #7 am: 29. Jan. 2010 / 21:17 »

Stevens löste bereitwillig die Lederriemen, die Steve auf dem Stuhl fixierten. „Kann ich ihnen etwas zu trinken anbieten, Mister Kropf?“ Steve überlegte kurz und verlangte dann ein Bier, wurde jedoch darauf hingewiesen, dass dies ein Krankenhaus war, und dass es hier grundsätzlich keinen Alkohol gab. Darauf hin bestellte Steve einen Orangensaft. „Was genau muss ich machen, um hier wieder raus zu kommen?“ „Die NSA ist bereits über ihr erwachen benachrichtigt worden. Sie schicken jemanden vorbei, das wird allerdings etwa zwei Stunden dauern. Bis dahin würde ich mich gerne mit ihnen noch ein paar Tests machen, wenn es ihnen nichts ausmacht.“ „Oh, ich habe etwas dagegen. Sie haben mir doch sicher genug Blut abgezapft. Machen sie ihre Tests doch damit. Von mir aus können sie meinen Blutdruck messen, aber das reicht erstmal. Und die Fragen können sie auch stellen, wenn diese NSA-Typen hier sind. Die werden sicher das gleiche wissen wollen.“
Stevens seufzte und verließ das Zimmer. Steve rauchte noch eine von diesen Zigaretten, die nach Kuhfladen schmeckte.  Der Arzt kam mit der wohl hässlichsten Krankenschwester Amerikas zurück. Er begann seinen linken Ärmel hoch zu krempeln, damit die Schwester seinen Blutdruck messen konnte. Er befolgte unwillig die barschen Befehle der Krankenschwester. Als diese wieder gegangen war, nachdem sie einige Daten in Steve's Akte notiert hatte, trank er seinen Saft. Er antwortete nicht auf die Fragen von Stevens sondern stellte selber einige davon. „Wo wurde ich gefunden? - Wo sind meine Sachen und mein Auto? - Wer hat mich hergebracht?“ Die einzige Frage, die der Arzt beantworten konnte war die nach dem wer. „Sie waren zunächst in einem anderen Krankenhaus, dort wurden sie von einem Krankenwagen abgeliefert. Die haben sie irgendwo gefunden, allerdings weiß ich nicht, wo. Von dem Krankenhaus wurden sie hier her verlegt, um die anderen Patienten nicht zu gefährden.“
Nach dem Gespräch wurde Steve in ein anderes Patientenzimmer gebracht. Dort stellte er sofort den Fernseher ein und wartete auf die Nachrichten. Er hatte keine Zigaretten mehr bekommen, allerdings bekam er einen Teller Eintopf, der nur aus Karotten zu bestehen schien. Steve hasste Karotten, aber er schlang die Nahrung begierig in sich hinein. Er trank insgesamt noch vier Liter Wasser, wovon er Ständig Rülpsen und Pinkeln musste. Aber die Flüssigkeit tat ihm gut. Die NSA kam nach etwa einer Stunde und befragte Steve ganze neunzig Minuten. Die beiden Agenten, deren Namen Steve schon nach wenigen Minuten vergessen hatte, gaben ihm noch ein Ticket nach Deutschland und ein bisschen Geld, um sich neue Klamotten zu kaufen. Er wurde von den Ärzten noch mehrmals gebeten, noch eine Woche oder wenigstens ein paar Tage zu bleiben, aber Steve verließ  das Krankenhaus noch in der selben Stunde, ohne sich abzumelden. Er nahm ein Taxi zum Flughafengelände, wo er in der Bar erstklassigen Whisky auf kosten des Staates trank. Als er auf Marys Farm angekommen war, hatte er noch dreitausend Dollar gehabt. Jetzt hatte er noch zweihundert, die ihm nicht einmal gehörten. Den Verlust konnte er verkraften, aber die Entführung und die Infizierung mit diesem Virus nahm er Mary übel. Falls das überhaupt ihr Name war. Er nahm sich vor, in einem Jahr oder so mit ein paar Freunden und ein bisschen Dynamit nochmal bei Marys Cousin aufzuschlagen. Nach dem Whisky kaufte er sich frische Klamotten im Flughafen. Dann ging er zum check-in. Er beantwortete die Fragen des Sicherheitspersonals alle freundlich, als diesen auffiel, dass er ohne Gepäck reiste und erzählte, dass alles gestohlen wurde. Als er nach seinem Pass gefragt wurde, zeigte er das Dokument, das er zu dem Ticket von der NSA bekommen hatte. Daraufhin wurde er durchgewunken.

das war kapitel 2, ich will nich all zu viel spammen^^ danke fürs lesen, der rest (also kapi 3^^) folgt die tage
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